Wo änderst du das Passwort des Albums „Ausgeblendet“? Der Code, der beim iPhone wirklich greift
Du kannst die Einstellungen durchsuchen, so lange du willst: einen Punkt zum Ändern des Passworts für das Album „Ausgeblendet“ gibt es nicht. Weder unter „Fotos“ noch unter „Face ID & Code“. Er fehlt nicht deshalb, weil er tief vergraben wäre, sondern weil es ein eigenes Passwort für das Album „Ausgeblendet“ von Anfang an nicht gibt. Hier steht, welcher Schlüssel wirklich greift, wo du ihn änderst und welche Schwachstelle auch nach der Änderung bleibt.
Das Album „Ausgeblendet“ hat kein eigenes Passwort. Seit iOS 16 sind „Ausgeblendet“ und „Zuletzt gelöscht“ von Anfang an gesperrt, aber diese Sperre prüft Face ID, Touch ID und den Gerätecode. Wer das Passwort für das Album „Ausgeblendet“ ändern will, ändert deshalb in Wirklichkeit den Gerätecode. Der Weg dorthin: Öffne die Einstellungen, tippe auf „Face ID & Code“, gib den Code ein, den du gerade benutzt, wähle „Code ändern“, gib den alten Code noch einmal ein und danach den neuen Code zweimal. Über „Codeoptionen“ auf demselben Bildschirm wechselst du zu einem vierstelligen Zahlencode, einem eigenen Zahlencode oder einem eigenen alphanumerischen Code. Willst du die Sperre selbst entfernen, schalte in den Einstellungen unter „Fotos“ die Option „Face ID verwenden“ aus. Die Änderung wirkt allerdings genauso auf den Sperrbildschirm. Du kannst das Album „Ausgeblendet“ nicht mit einer eigenen Zahl schützen, und wer den Gerätecode kennt, öffnet auch dieses Album. Brauchst du einen Code, der von der Fotos-App getrennt ist, bleibt nur ein Weg: die Fotos verschlüsseln und in einen Tresor legen, der sich nur mit einem eigenen Schlüssel öffnet.
Ein eigenes Passwort für das Album „Ausgeblendet“ gibt es nicht
Öffne die Fotos-App, tippe unten auf „Sammlungen“ und scrolle nach unten: Unter „Dienstprogramme“ steht „Ausgeblendet“. Seit iOS 16 tragen dieses Album und „Zuletzt gelöscht“ von Anfang an ein Schlosssymbol, und zum Öffnen sind Face ID, Touch ID oder der Gerätecode nötig. So weit kennen es die meisten. Das Problem beginnt beim nächsten Schritt: Wer danach sucht, wo sich diese Zahl ändern lässt, findet nirgends einen passenden Bildschirm.
Der Bildschirm fehlt, weil das Album „Ausgeblendet“ keine eigene Zahl hat. In den Einstellungen unter „Fotos“ steht nur ein Schalter mit dem Namen „Face ID verwenden“, kein Feld für einen Code. Und wenn Face ID das Gesicht nicht lesen kann, wird ersatzweise keine albumeigene Zahl abgefragt, sondern derselbe Gerätecode, der auch den Sperrbildschirm öffnet. Ändern lässt sich also genau eine Zahl: der Gerätecode.
So änderst du den Gerätecode
Öffne die Einstellungen, tippe auf „Face ID & Code“ und gib den Code ein, den du gerade benutzt. Scrolle nach unten zu „Code ändern“ und tippe darauf. Du wirst noch einmal nach dem alten Code gefragt, gibst ihn ein und danach den neuen Code zweimal. Der neue Code gilt sofort, und beim nächsten Öffnen des Albums „Ausgeblendet“ wird dieselbe Zahl verlangt.
Auf dem Bildschirm für den neuen Code steht klein „Codeoptionen“. Darüber wechselst du zu einem vierstelligen Zahlencode, einem eigenen Zahlencode mit selbst gewählter Länge oder einem eigenen alphanumerischen Code aus Buchstaben und Zeichen. Die üblichen sechs Stellen sind in Ordnung, aber du gibst diese Zahl vor Familie und Kollegen immer wieder ein, deshalb wirkt ein Format, das sich über die Schulter schlechter merken lässt, in der Praxis besser. Hier änderst du übrigens nur den Gerätecode. Das Passwort deines Apple-Accounts ist etwas anderes, und wenn du es änderst, ändert sich am Zugang zum Album „Ausgeblendet“ nichts.
Die Schwachstelle, die auch nach dem Codewechsel bleibt
Der neue Code gilt für den Sperrbildschirm und für das Album „Ausgeblendet“ gleichermaßen. Umgekehrt heißt das: Wem du den Gerätecode verrätst, dem gibst du auch das Album „Ausgeblendet“. Die Zahl, die du dem Kind zum Ausleihen genannt hast, die Zahl für die Reparaturwerkstatt, die Zahl, die in der Familie geteilt wird, in allen drei Fällen steht das Album offen. Und wenn du die Zahl änderst, aber die neue Zahl denselben Leuten sagst, ist der alte Zustand wieder da. Wie weit Face ID am Album „Ausgeblendet“ überhaupt schützt, steht in einer eigenen Anleitung.
Leicht zu übersehen ist außerdem „Alternatives Erscheinungsbild einrichten“ unter „Face ID & Code“. Ist dort ein fremdes Gesicht hinterlegt, öffnet diese Person das Album „Ausgeblendet“ allein mit ihrem Gesicht, ohne den Code zu kennen. Wenn du dich daran nicht erinnerst, tippe auf „Face ID zurücksetzen“ und richte es neu ein. Bei Geräten mit Touch ID löschst du unbekannte Fingerabdrücke. Und wenn du in den Einstellungen unter „Fotos“ die Option „Face ID verwenden“ ausschaltest, fällt die Sperre ganz weg: Dann öffnet sich das Album „Ausgeblendet“ ohne Abfrage, egal wie viele Stellen dein Code hat.
Mit einem eigenen Code neben der Fotos-App schützen
Zusammengefasst: Das Album „Ausgeblendet“ ist eine Funktion zum Verstecken, keine Funktion für ein zweites Schloss. Die Zahl teilt es sich mit dem Gerät, und die Fotos selbst sind nicht verschlüsselt, sondern liegen unverändert in der Fotomediathek. Wenn du Fotos hast, die wirklich niemand sehen soll, ändert sich am erreichbaren Bereich nichts, egal wie oft du den Code wechselst. Nötig ist ein Ort, der sich mit einem anderen Code als dem Gerätecode öffnet.
Genau dort unterscheidet sich ein verschlüsselter Tresor. Beim Hineinlegen wird ein Foto in nicht lesbare Daten umgewandelt, und zurück geht es nur mit dem Code des Tresors. Wer den Gerätecode kennt und die Fotos-App bis in die letzte Ecke durchsieht, bekommt den Inhalt des Tresors nicht zu sehen. Der Ablauf ist einfach: Fotos in den Tresor verschieben, das Original in der Fotos-App löschen und es auch aus „Zuletzt gelöscht“ entfernen. Der Unterschied zwischen dem Album „Ausgeblendet“ und einer Tresor-App hilft dir vorab bei der Entscheidung, was wohin gehört.
Weiterführende Artikel
- Lässt sich Face ID am Album „Ausgeblendet“ überwinden?
- Album „Ausgeblendet“ und Tresor-App im Vergleich
- Prüfen, ob jemand dein Album „Ausgeblendet“ geöffnet hat
- Passwort des Tresors vergessen
Quellen
Häufig gestellte Fragen
Kann ich nur für das Album „Ausgeblendet“ ein eigenes Passwort festlegen?
Nein. iOS hat keine Funktion für einen albumeigenen Code, und in den Einstellungen unter „Fotos“ steht nur der Schalter „Face ID verwenden“. Auch der Ersatz, wenn Face ID das Gesicht nicht lesen kann, ist derselbe Gerätecode wie am Sperrbildschirm. Wenn du mit einer Zahl schützen willst, die von der Fotos-App getrennt ist, brauchst du einen Behälter mit eigenem Code, etwa eine verschlüsselte Tresor-App.
Wo ändere ich das Passwort für das Album „Ausgeblendet“?
In den Einstellungen unter „Face ID & Code“. Gib den Code ein, den du gerade benutzt, wähle „Code ändern“, gib den alten Code noch einmal ein und danach den neuen Code zweimal. Die Zahl, die du hier änderst, ist zugleich die Zahl für das Album „Ausgeblendet“. Über „Codeoptionen“ auf demselben Bildschirm wechselst du das Format zu einem vierstelligen Zahlencode oder zu einem eigenen alphanumerischen Code.
Verschwinden ausgeblendete Fotos, wenn ich den Code ändere?
Nein. Der Codewechsel tauscht nur die Zahl zum Entsperren des Geräts aus und rührt die Fotomediathek nicht an. Auch die Markierung als ausgeblendet bleibt, die Fotos liegen danach weiter im Album „Ausgeblendet“ unter „Dienstprogramme“. Vergisst du den neuen Code allerdings, lässt sich das Gerät selbst nicht mehr öffnen und nur noch zurücksetzen. Wähle deshalb ein Format, das du dir merken kannst.
Wie entferne ich die Sperre am Album „Ausgeblendet“?
Öffne die Einstellungen, tippe auf „Fotos“ und schalte „Face ID verwenden“ aus. Danach öffnen sich das Album „Ausgeblendet“ und „Zuletzt gelöscht“ ohne Abfrage. Schaltest du auf demselben Bildschirm „Ausgeblendetes Album anzeigen“ aus, verschwindet die Zeile aus der Albenliste. Es verschwindet aber nur die Zeile, die Fotos bleiben, und wer die Einstellung zurückstellt, sieht sie genauso.